art brut vor der art brut. die sammlung prinzhorn.!

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Über die Ausstellung

Die Sammlung Prinzhorn ist wohl die bedeutendste Kollektion mit Werken von Menschen, die am Beginn des 20. Jahrhunderts ihr Leben in einer psychiatrischen Anstalt verbrachten. Hans Prinzhorn, Assistent an der Heidelberger psychiatrischen Klinik, Kunsthistoriker und „Lebensabenteurer“, erweiterte die Sammlung des Klinikleiters Emil Kraepelin, indem er bei vielen deutschsprachigen Kliniken Europas Arbeiten von deren Insassen erbat. Bis 1921 erhielt er rund 4500 Zeichnungen und Objekte, die er selbst archivierte. Erst nach seinem Abgang aus Heidelberg erschien im Springer Verlag 1922 sein Buch „Bildnerei der Geisteskranken“, das zur „Bibel der Surrealisten“ (Werner Spies) werden sollte.

Obwohl viele Werke aus dieser Sammlung inzwischen oft und vielerorts gezeigt wurden, ist es dem museum gugging möglich, Zeichnungen zu präsentieren, die Prinzhorn selbst nicht ausgestellt hat und die seit 1921 im Archiv liegen.

Diese Schau zeigt einerseits die „10 Meister“ des Buches, der Schwerpunkt liegt jedoch auf Un- oder Wenig-Bekanntem, das den Besucher in die Schaffenswelt von internierten Menschen am Beginn des 20. Jahrhunderts entführt. Zu den künstlerisch interessantesten Talenten gehört dabei Else Blankenhorn, die zur Leitfigur dieser Ausstellung geworden ist.

Der erst in den Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts vom französischen Künstler und Sammler Jean Dubuffet geprägte Begriff Art Brut trifft auch auf alle schon lange davor kulturell unbeeinflusst geschaffenen Werke zu. So auch auf jene der Sammlung Prinzhorn, die vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1921 gesammelt wurden. Es ist also Art Brut vor (dem Begriff) der Art Brut.

ERÖFFNUNG: 22. September 2019, 11.00 Uhr

DAUER: 24. September 2019 – 26. Jänner 2020

KURATOR: Johann Feilacher

 

Eröffnung

25. April 2018, 19:00

Zeitraum

26. April 2018 - 11. April 2021

Kontakt Kassa

museum gugging
Am Campus 2
A-3400 Maria Gugging

Tel / fest: +43 2243 87 087 
Fax: +43 2243 87 087 372 

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