liberty.! african american artists
18.9.2009 – 14.3.2010
Die afro-amerikanischen Künstler*innen der Südstaaten der USA – lange Zeit Stiefkinder der Kunstgeschichte – standen im Mittelpunkt der Ausstellung liberty.! Im Jahr 2010 Die Nachkommen der Sklaven und Sklavinnen entwickelten im 20. Jahrhundert künstlerische Stilrichtungen, die in Europa bisher kaum zu sehen waren.
Bill Traylor war wohl der anerkannteste dieser Künstler*innen; er begann erst im Alter von 80 Jahren zu zeichnen – nach einem 70-jährigen Arbeitsleben, an dessen Beginn die Existenz als Plantagen-Sklave stand.
Weitere Vertreter*innen waren Mary T. Smith, die ihre künstlerische Tätigkeit mit dem Bemalen ihres Zaunes begonnen hatte, ferner Purvis Young und William Hawkins. In den USA werden diese Künstler*innen der „self-taught art“ – also den Autodidakt*innen – zugerechnet. Andere bezeichnen sie auch als „outsider artists“. Unter anderem werden ihre Werke vom American Folk Art Museum gesammelt, dem viele lokale Kunstliebhaber*innen Werke für seine Sammlung schenken oder stiften. Die in dieser Schau liberty.! gezeigten Werke entstammten allerdings aus privaten Sammlungen in New York City und Chicago. Somit waren die Zeugnisse eines in seiner scheinbaren Schlichtheit ebenso selbstbewussten wie berührenden Kunstschaffens in größerem Rahmen in Österreich zu sehen.
Künstler*innen: William Hawkins, Mary T. Smith, Bill Traylor, Joseph E. Yoakum, Purvis Young.