ida buchmann
20.4.07 – 28.10.07
Ida Buchmann war die erste Frau, deren Werke 2007 im Museum gezeigt wurden. Sie wurde 1911 in Egliswil in der Schweiz geboren. Sie lebte nach 1966 in der Psychiatrischen Klinik Königsfelden und wurde dort als Künstlerin entdeckt und gefördert. Noch als Achtzigjährige war sie periodisch künstlerisch tätig. Kräftiger Strich und fast knallige Farben zeichnen ihre Werke aus, die in großer Geschwindigkeit entstanden. Ida Buchmann zeichnete überwiegend in Anwesenheit eines/einer Gesprächspartner*in, der Inhalt der Gespräche war auch immer Thema der entstehenden Werke. Meist sang sie dabei Lieder, deren Texte oft im Bild verewigt wurden. Sehr persönlich, vom Leben, ihren Wünschen und Bedürfnissen geprägt, reflektierten ihre Arbeiten auch ihre jeweilige Lebenssituation und Stimmung.
Ida Buchmann wusste nichts von traditioneller ländlicher, historischer oder zeitgenössischer Kunst. Ihre Werke entstanden ganz aus einem inneren Ausdrucksbedürfnis und sind Zeugnisse einer sehr talentierten Frau, die auf künstlerische Kriterien keine Rücksicht nahm und ohne Voreingenommenheit ihre Bilder schuf. Der Sprung vom kleinen Papier zu zwei mal vier Meter großen Leinwänden war für die Künstlerin kein Problem. Ganz im Gegenteil: Dort konnte sie sich erst richtig ausleben. Sie starb im Jahr 2001. Diese Präsentation ihrer Werke im museum gugging war die erste in Österreich.