25.03. – 26.09.2010

Farbenfrohe, stark ornamentale Zeichnung mit stilisierten Figuren, geschwungenen Linien und dekorativen Mustern in Rosa, Rot, Blau, Gelb und Grün, die eine lebhafte, erzählerische Szene bilden.
© Aloïse Corbaz , Le bateau poules (Das Boot mit Hühnern), 1963-63, Kunstmuseum Solothurn, Schweiz, Schenkung Etienne und Jacqueline Porret-Forel, Foto: Simon Schmid, Bern, Werk: © Fondation Aloise

Die Schweizerin Aloïse Corbaz (1886–1964), deren Kunstwerke ausschließlich während ihres über 40 Jahre dauernden Psychiatrieaufenthaltes entstanden, ist die bekannteste Frau in der Art Brut. Ihr war 2010 die zweite Solo-Schau einer Künstlerin im Museum, gewidmet. Corbaz´ Hauptmotiv war sie selbst, meist in Verbindung mit ihrem fiktiven Geliebten. Ihre Darstellungen eigener wie auch erfundener Liebesgeschichten sind romantisch, verklärt und von der Vorstellung der Erfüllung höchster Wünsche in der Liebe getragen. Die einzelnen, auf dünnen Papieren gezeichneten Werke wurden von der Künstlerin oft in langen Bahnen zusammengenäht. Von den frühen zarten Versuchen bis hin zum Glanzstück der Ausstellung, dem zwölf Meter langen Rollbild Rouleau de la nativité (Rollbild der Geburt Christi), ließ sich die phantastische Welt der Malerin entdecken.

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