zwischen museum gugging und klassenzimmer

Gefördert durch das Programm cultur connected des OEAD und BMB

Ausgangspunkt des Projekts war die Idee, persönliche Erinnerungen, Eindrücke und Geschichten rund um den Kosmos Kunst aus Gugging zu sammeln. Schüler*innen sollten Menschen begegnen, die dort gelebt oder gearbeitet haben, deren Erzählungen dokumentieren und diese anschließend künstlerisch weiterverarbeiten.

Zu Beginn erhielten die Schüler*innen in Workshops eine Einführung in Storytelling und Oral History: Sie lernten, wie man passende Fragen entwickelt, Gespräche führt und Erzähltes festhält. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf praktischen Fähigkeiten der Videoaufnahme mit dem eigenen Handy, um ihre Erfahrungen eigenständig dokumentieren zu können.

In der Umsetzung besuchte der Filmemacher Stephan Herzog gemeinsam mit dem Kunstvermittlungsteam des museum gugging beide Schulklassen. In einem Workshop vermittelte er Grundlagen des Dokumentarfilms, insbesondere Interviewführung, Lichtsetzung und Kameraperspektiven. Der Fokus lag bewusst auf dem Filmen mit dem Smartphone, da die Schüler*innen ihren eigenen Prozess kontinuierlich festhalten sollten.

Parallel dazu vertiefte sich die Klasse der Mittelschule Klosterneuburg im Fach Kunst & Design mit ihrem Lehrer Julius Gardavsky in die Stop-Motion-Technik. Im Wintersemester 2025/26 entstanden mehrere Trickfilme zur Entstehungsgeschichte der Kunst aus Gugging.

Im Dezember recherchierten die Schulklassen im museum gugging zu verschiedenen Themen rund um Museum, Galerie, Atelier und Haus der Künstler*innen. Daraus bildeten sich thematische Gruppen: 

Eine Gruppe entwickelte Fragen für die Kuratorin, um Einblicke in ihre Arbeit zu gewinnen. Eine andere beschäftigte sich mit dem Kunstmarkt und besuchte die Leiterin der galerie gugging. Eine dritte Gruppe setzte sich mit den Begriffen Art Brut und Inklusion auseinander und fasste die Geschichte des Hauses der Künstler*innen zusammen. Eine vierte Gruppe interessierte sich für die Arbeit im Atelier und führte Interviews im Atelier Gugging mit Mitarbeitenden und lernten einzelne Künstler*innnen kennen. 

Alle Interviews und Besuche wurden vom Filmteam begleitet und dokumentiert. Ergänzt durch selbst gedrehte Handyvideos und die entstandenen Trickfilme setzte sich das Material schließlich zu einem etwa 15-minütigen Dokumentarfilm zusammen. Der Film zeigt die intensive Auseinandersetzung der Jugendlichen mit der Kunst aus Gugging und den damit verbundenen Menschen. Dabei wird besonders die Perspektive junger Menschen aus der Region sichtbar gemacht, die selbst Teil dieses kulturellen Umfelds sind.

Durch die direkte Begegnung konnten Vorurteile, Unsicherheiten und Berührungsängste abgebaut werden. 

Nach rund einem Jahr fand im Juni 2026 ein gemeinsamer Projektabschluss statt. In gemütlicher Atmosphäre wurde der Film präsentiert und in einer berührenden Feedbackrunde reflektiert.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten und Unterstützer*innen, die dieses Projekt möglich gemacht haben. 

    • Da JavaScript dekativiert ist, werden einige Inhalte nicht geladen.
    • Da dein Browser nicht supportet wird, werden einige Inhalte nicht geladen.
    • Auf Grund von zu geringer Bandbreite werden einige Inhalte nicht geladen.
    • Auf Grund von zu schwacher Hardware werden einige Inhalte nicht geladen.